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Nordchina: Peking, Xian und Umgebung
Text und Fotos: Eckart Winkler, Bad Nauheim, http://www.eckart-winkler.de
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Allgemeine und touristische Informationen zu China

 

Peking: Kaiserpalast, Konfuziustempel, Himmelstempel, Sommerpalast - Große Mauer - Xian: Glockenturm, Große Wildganspagode, Terrakotta-Armee

Als deutscher Tourist hat man es gut. Mit keinem anderen Pass kann man so viele Länder visumfrei bereisen. So braucht man für Hong Kong für touristische Aufenthalte von bis zu 90 Tagen kein Visum. Nur für spezielle Fälle wie etwa eine Arbeitsaufnahme setzen ein Visum voraus. Das muss man ähnlich wie das China Visum beantragen, ist aber mit der entsprechenden Beratung auch meist unproblematisch.

Statistik
Datum der ReiseJuni 1999
Dauer10 Tage
Bericht online seitDezember 1999
Aktualisiert am23.02.2000

 
Kaiserpalast Der Kaiserpalast war früher für Normalbürger verboten.
Dafür ist es heute umso voller. Denn er ist die Touristenattraktion Nr. 1 in Peking. Wahrlich berechtigt ist auch der früher gebräuchliche Name "Verbotene Stadt". Und mit an die 1000 Gebäuden handelt es sich tatsächlich um eine "Stadt in der Stadt". Auf dem Bild links ist daher nur eines der Gebäude zu sehen, die "Halle der Höchsten Harmonie", sicherlich eines der prunkvollsten. Auf der Mittelachse findet man die repräsentativen Gebäude mit solch fantasievollen Namen wie "Halle der Berührung von Himmel und Erde", "Palast der Gesammelten Eleganz" oder "Halle der Pflege des Herzens". Die Dienerschaft mußte mit den seitlichen Gebäuden vorliebnehmen. Im hinteren Bereich schließlich der kaiserliche Wohnbereich. Einen exzellenten Blick auf den Kaiserpalast hat man vom Kohlehügel aus, der sich im Norden direkt anschließt.
Konfuziustempel Noch heute übt Konfuzius einen starken Einfluß auf den Glauben aus.
Der Philosoph lebte im 6.Jhdt.v.Chr. und stellte die fünf Grundtugenden Menschlichkeit, Rechtlichkeit, Sitte, Wissen und Glaubwürdigkeit über alles. Sein Leitspruch war: Niemand darf einem anderen etwas antun, das er nicht selbst erleiden will. Dies wird heutzutage leider nicht immer befolgt. Den Konfuzius-Tempel errichtete man fast 2000 Jahre später, nämlich 1306. Bemerkenswert sind die 198 Stelen, auf denen die Namen von insgesamt 51 624 erfolgreichen Kandidaten verewigt wurden, die vor ihrer Beamtenlaufbahn hier Dienst taten.
Himmelstempel Ein beliebtes Ausflugsziel der Bevölkerung von Peking ist der Himmelstempel.
In China als dem "Reich der Mitte" spielt der Begriff des "Zentrums" eine wesentliche Rolle. Hier konzentrieren sich alle wichtigen Werte, vor allem das Glück. Und wie könnte man das Zentrum besser zur Geltung bringen als durch die Kreisform?! Im Himmelstempel sind daher alle Gebäude kreisrund. Dies gilt für den "Palast der Abstinenz" genauso wie für die "Halle des Ernteopfers". Höhepunkt ist der Himmelsaltar, der durch seine Bodenplatten eine ganz interessante Zahlensymbolik enthält und natürlich ebenfalls sein Zentrum betont. Hier lassen sich die Chinesen sehr gerne fotografieren, man muß sogar regelmäßig Schlange stehen, ehe man zum Foto an die Reihe kommt. Rund um den Himmelstempel befindet sich der schön angelegte Tiantan-Park. Hier kann man mit Spazierengehen, im Vergnügungspark und im Biergarten gut und gern den ganzen Tag verbringen. Westliche Touristen trifft man hier so gut wie nie.
Sommerpalast Der Sommerpalast: Auch im Winter ist es hier voll.
Im Nordwesten Pekings gelegen, war er wie der Kaiserpalast für die Normalbürger verboten. In dem riesigen Areal mit künstlichem See, mehr als 700 m langem überdachten Wandelgang, zahlreichen Gärten, eigenem Theater und der "Pagode des Dufts und des Buddhas" hielten sich normalerweise nur Angehörige der Königlichen Familie und die Bediensteten auf. Bis ins 20.Jhdt. hinein machte sich hier die Kaiserwitwe Cixi ein angenehmes Leben. Heute ist der Sommerpalast Touristen-Anziehungspunkt. Beliebt sind neben den sehenswerten Gebäuden und Gärten auch Bootsfahrten auf dem See. Hierzu eignet sich allerdings nicht das prunkvolle Marmorboot. Hier könnte man allenfalls seinen Tee einnehmen.
Große Mauer Wie ein Lindwurm zieht sich die Große Mauer Tausende Kilometer durch die Landschaft.
Sicherlich das bekannteste chinesische Monument ist sie. Und nach Angaben von Astronauten das einzige Bauwerk, das man vom Mond aus mit bloßem Auge sehen kann. Wie lange sie wirklich ist bzw. war, ist umstritten. Man geht von bis zu 6300 km aus. Bis weit vor Christi Geburt läßt sich ihre Geschichte zurückverfolgen. Einzelne Teile gab es schon vor der Einigung des Chinesischen Reiches. Erst Qin Shihuangdi, der erste Kaiser, ließ die vorhandenen Stücke zu einem Bauwerk vereinen. Heute sind viele Teilstücke zerfallen. Besonders schön wiederhergerichtet ist der Abschnitt von Badaling, 90 km nördlich von Peking.
Fahrräder Ordentlich geparkt: In China gibt es mehr Fahrräder als Autos.
Wer in China ein Auto besitzt, gehört sicher zu den "oberen Zehntausend". Das Fortbewegungsmittel des Volkes ist das Fahrrad. In Peking beispielsweise leben 11 Mio Menschen, und es gibt 8 Mio Fahrräder. Jede größere Straße verfügt über einen Fahrradstreifen, der meist breiter als die Auto-Fahrspur ist. Und das ist auch nötig.
Glockenturm Wem die Stunde schlägt: Der Glockenturm in Xian.
Mit knapp 7 Mio Einwohnern gehört die Stadt selbst in China zu den größeren. Die Innenstadt ist noch komplett von einer Stadtmauer umgeben. Nach allen Himmelsrichtungen gibt es Stadttore, die durch die schnurgerade angelegten Hauptachsen verbunden sind. Im Schnittpunkt und somit im Mittelpunkt der Stadt steht der Glockenturm. Dieses Bauwerk aus dem Jahre 1582 verkündete jahrhundertelang die Zeit, was sonst? Heute befindet sich hier eine Ausstellung, die Glocke ist natürlich auch noch zu sehen. Und man hat einen recht guten Blick die Straßen entlang bis zu den Stadttoren. Gleich in der Nähe befindet sich der Trommelturm, und dahinter beginnt die islamische (!) Altstadt. Hier kann man hervorragend (und günstig) Souvenirs einkaufen, Handeln nicht vergessen! Besonders sehenswert ist die Moschee, die man schwerlich als solche erkennt. Denn sie ist ganz im Stil eines chinesischen Tempels gebaut.
Wildganspagode Die Große Wildganspagode im Süden der Innenstadt.
Der Name kommt von einer alten Legende, Gänse findet man hier jedenfalls keine. Dafür gibt es einen sehenswerten Tempel, der die Pagode umgibt. Die Pagode selbst stammt vom Beginn des 8.Jhdts, wurde jedoch mehrmals restauriert. Man darf sogar hinauf, aber typisch chinesisch: Man muß hierzu erneut Eintritt bezahlen. Dafür wird man aber mit einem hervorragenden Blick belohnt. Etwa 2 km näher an der Innenstadt gibt es eine zweite, die Kleine Wildganspagode. Diese ist aber nicht so gut erhalten, insbesondere gibt es den zugehörigen Tempel nicht mehr.
Terrakotta-Armee Der erste Kaiser von China wollte auch im Tod nicht einsam sein.
Er ließ sich eine ganze Armee lebensgroßer Terrakotta-Soldaten bauen. Dieses als größenwahnsinnig einzustufende Unterfangen ließ teilweise bis zu 700 000 Zwangsarbeiter an diesem Monumentalgrab arbeiten. Erst 1974 zufällig entdeckt, ist das ganze Ausmaß der Grabanlagen noch lange nicht vollständig offengelegt. Die Soldaten sind aus Terrakotta gebrannt, einer speziellen Tonart, die es hier und in der Umgebung gibt. Die Zahl der bisher gefundenen Figuren liegt bei 6000, vielleicht sind es noch viel mehr. Am eindrucksvollsten ist die Halle 1, wo die meisten Terrakotta-Soldaten zu sehen sind. In Halle 2 sieht man beispielsweise noch die mittlerweile versteinerten Holzdächer, die über den Soldaten errichtet wurden. Und Halle 3 ist winzig im Vergleich zu den beiden anderen.

 

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